Seit über 100 Jahren findet am 8. März der Frauenkampftag statt und zwar nicht nur hier sondern auf der ganzen Welt. Am 8. März 2019 waren auch wir wieder mit dabei. Schon im Vorfeld wurden Flyer und Sticker erstellt, um diesen Tag zu unterstützen. Der Tag begann mit einem Stand in der Braunschweiger Innenstadt. Dort verteilten wir unsere „10 Tipps, wie auch Männer Feminismus unterstützen können“-Flyer. Unsere „Beinhaare für alle“-Sticker plädierten dabei für die Aufhebung der typischen Geschlechterrollen. Zu sehen war außerdem noch ein von uns inszeniertes Standbild: Eine bügelnde Cis-Person und eine auf dem Sofa sitzende FIT-Person, die sich entspannt. Irritierte Blicke und sexistische Bemerkungen vor allem bei der jüngeren Generation blieben nicht aus. Obwohl einige Gespräche durchaus positiv verliefen, war deutlich erkennbar, wie sehr patriarchale Strukturen eben doch noch in den Köpfen vorliegen.

Das zeigt, dass obwohl sich 2018 das Frauenwahlrecht zum 100. Mal jährte, in unserer Gesellschaft immer noch viel zu tun ist. Nicht nur in der Politik sind Frauen unterrepräsentiert, sondern auch in Führungspositionen in nahezu allen Bereichen. Kaum noch vorstellbar, aber Frauen verdienen pro Stunde immer noch deutlich weniger als Männer. Und auch im Alltag, zum Beispiel in der Werbung, ist Sexismus überall zu finden. Abermals zeigt sich, Feminismus und Tage wie der Frauenkampftag sind wichtig, um auf die bestehenden Missstände aufmerksam zu machen. Dem Demozug in Braunschweig schlossen sich laut Veranstalter*innen knapp 400 Demonstrant*innen an. Mit „kein Gott, kein Staat, kein Patriachat“ oder „raise your fist, raise your voice, our body, our choice“ wurde in der Braunschweiger Innenstadt für Aufsehen gesorgt.

Ein unglaublich wichtiges Thema, nicht nur am 8.März, welcher repräsentativ für den Protest steht, sondern gerade auch im Alltag das ganze Jahr über. Sexismus und das Patriacharte dürfen keinen Platz mehr in unserer Gesellschaft haben und deshalb werden wir uns auch 2020 wieder dem Protest anschließen und weiter für eine solidarische, chancengleiche und faire Welt kämpfen!