500 Menschen demonstrieren auf dem Schlossplatz für den Schutz von Menschenrechten in Afghanistan.
Am Mittwoch den 18.08. veranstaltete die Grüne Jugend Braunschweig eine Kundgebung auf dem Schlossplatz um für die sofortige Aufnahme aller durch die Taliban bedrohten Personen einzustehen. Die Redebeiträge kamen von dem Refugium, der Seebrücke, der Freund*innen der kurdischen Freiheitsbewegung und der Grünen Jugend Wolfenbüttel. Außerdem gab es ein Telefoninterview vom Haus der Kulturen mit einer Afghanin aus der Region. Das Refugium verlas seinen offenen Brief, in dem sie an die Bundesregierung, alle Landtagsabgeordneten Niedersachsens und den Oberbürgermeister appellieren, er solle sich für die Aufnahme der gefährdeten Personen einsetzen:
„Auch Braunschweig muss als solidarische Stadt aktiv werden. […] Solidarität beginnt noch immer in den Städten und Kommunen, da wo die Menschen miteinander leben und einander begegnen. […] Jetzt braucht es einen Afghanistan-Krisenstab der Stadt[…]. Zeigen Sie als unser Bürgermeister, dass diesem Land nicht jedes Rückgrat völlig abhandengekommen ist.“, so der Vortragende des REFUGIUM Flüchtlingshilfe e.V.
Die Seebrücke machte in einer sehr energiegeladenen Rede deutlich, wie nötig eine Luftbrücke und die unbürokratische Aufnahme von allen Gefährdeten aus Afghanistan ist. Das ewige Abwarten Deutschlands und der anhaltende Unwille der Politik, anzuerkennen, dass reihenweise Menschen durch ihre Untätigkeit und aktive Gegenwehr kaltblütig ermordet werden, ist unser natürlicher Zustand. Das muss sich ändern!
„Die Verantwortung für das Schicksal der Afghan*innen tragen wieder einmal Europa und die USA. Dass Afghan*innen aktuell von Europa und Deutschland im Stich gelassen werden, ist dabei keine Überraschung, keine neuartige Politik.“ – Seebrücke Braunschweig
Dass 300 Menschen während der Kundgebung den Offenen Brief an die Politik unterschrieben haben, ist ein Schritt in die richtige Richtung und ein großer Erfolg.
Wir bangen um die Lage der Menschen in Afghanistan und fordern ein sofortiges Umdenken und Handeln auf allen Ebenen. Menschen, geht auf die Straße und kämpft für das Menschenrecht!

Danke an alle Unterstützenden und Teilnehmenden! Zum Schluß noch ein Vers:
„Dieses Land gleicht einer Kanalisation – Wer zulange in der Scheiße schwimmt , hat sich dran gewöhnt “ – Egotronic