Am 30.01.2020 fand unsere erste Veranstaltung dieses Jahres statt. Hierbei leitete Hannah Engelmann einen Einsteiger*innen-Workshop zum Thema Intersektionalität. Wenn ihr euch jetzt fragt „Intersektionalität, was ist das nochmal genau?“, keine Sorge, auch für einige der Teilnehmer*innen war das neu. Wir haben gelernt, unter Intersektionalität versteht man das Zusammenspiel verschiedener Unterdrückungsmechanismen. Jeder Mensch besitzt dabei bestimmte Eigenschaften, die entweder marginalisiert (an den Rand der Gesellschaft gedrängt) oder privilegiert (bevorrechtet) sind. Treffen bei einer Person mehrere marginalisierte Eigenschaften auf, so spricht man dann von Intersektionalität. Ein Bespiel dafür wäre eine weibliche POC-Person oder eine körperlich eingeschränkte homosexuelle Person.

Dem Begriff Intersektionalität näherten wir uns vorerst mit einem Cluster, welches jede*r für sich selbst mit seinen persönlichen Eigenschaften angelegt hat. Dadurch kamen wir schnell mit dem Begriff zurecht. Einem selbst wurde zum ersten Mal so richtig bewusst: „Was habe ich eigentlich für Privilegien und wegen welcher Eigenschaften werde ich vielleicht marginalisiert? Und in welchen Bereichen bin ich selbst eingeschränkt, wogegen ich noch ankämpfen muss?“. Anschließend haben wir alle Bereiche gesammelt, in denen eine Form von Diskriminierung oder Marginalisierung vorliegen kann. In Kleingruppen durften wir nun ausführlich über eine Kreuzung zweier Marginalisierungen diskutieren. In einer schönen Atmosphäre gab es dann noch eine Zusammenfassung und einen kleinen historischen Einblick in die Entstehung des Wortes. So fand der Begriff Intersektionalität seine Ursprünge mit Sojourner Truth, einer POC-Frauenrechtlerin, schon im Jahre 1851 und bis ins 21. Jahrhundert entwickelte sich der Begriff immer weiter.

Wir bedanken uns bei Hannah Engelmann vom Bildungskollektiv für diese unglaublich spannende Einführung in den Bereich der Intersektionalität!