Jährlich werden in Deutschland laut Bundeslandwirtschaftsministerium 11 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen, dies entspricht einer Menge von 55 kg pro Bundesbürger*in. Bis 2030 soll diese Zahl halbiert werden. Die entsprechende Initiative des Bundeslandwirtschaftsministeriums setzt dabei vor allem auf Öffentlichkeitsarbeit, welche bei Aktionstagen und im Internet über die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung aufklären soll und konkrete Handlungsvorschläge bieten soll. Dies reicht allerdings nicht aus!

Unserer Meinung nach sollten auch andere Wege der Vermeidung von Lebensmittelverschwendung berücksichtigt und entsprechend gewürdigt werden. Nach wie vor ist es legal, dass Supermärkte und Fabriken überschüssige und/oder das Mindesthaltbarkeitsdatum überschrittene Lebensmittel entsorgen, während die Rettung und anschließende Verwendung ebendieser Lebensmittel („Containern“) nicht legal ist und unter Umständen ein Strafverfahren nach sich zieht. Andere Möglichkeiten zur Verwendung dieser Lebensmittel (Foodsharing, Weitergabe an gemeinnützige Einrichtungen wie bspw. die „Tafel“) werden vom Einzelhandel vielfach nicht genutzt, da dies im Vergleich zum Wegschmeißen einen Mehraufwand für den Einzelhandel darstellt.

Wir fordern eine umgehende Legalisierung des sogenannten Containerns, da dabei noch genießbare Lebensmittel vor der Entsorgung gerettet werden können und somit die Menge an weggeworfenen Lebensmitteln verringert wird. Die bei der Produktion und dem Transport von Lebensmitteln aufgewendeten Ressourcen werden ansonsten leichtfertig verschwendet und die Menschen, die dagegen vorgehen dafür sogar noch bestraft!